Stefan Schultze

composition & piano

Press Reviews

Stefan Schultze – Large Ensemble (Tour 2019)

„spritzig, total spannend, unkonventionell und unvorhersehbar“
Uwe Bräutigam, nrwjazz.net, Dezember 2019

 

Stefan Schultze Solo - Auftaktkonzert der Berliner Jazzwoche #1

„Schultzes Auftritt am präparierten Klavier spiegelte all das wider, was so viel Vergnügen an der musikalischen Spielform Jazz bereitet. Das Experiment, das Konventionelle, das sich als nach oben offene Komplexität zeigt, die Struktur der Überraschung und der Unterraschung. Eben das Spiel mit Erwartungen und deren produktiven Enttäuschungen. Nicht zuletzt der unbedingt „Live-Style“, der sich dem Raum seines Geschehens anpasst. Hier der Lokalität mit dem beredten Namen „Sowieso“ im Kern von Neukölln.“
Martin Hufner, Jazzzeitung, Juni 2019

„Und das soll Jazz sein, könnte man mit jenem ungläubigen Staunen fragen, das alle Vorurteile über eine Musik zerstört, von der weithin ebenso übergenaue wie nebulöse Vorstellungen existieren. Klischees, die ein Pianist wie Stefan Schultze über den Haufen wirft, wenn er sich mit Schlägeln oder bloßen Händen durch seinen präparierten Flügel wühlt und tastet. Ein perkussiver Klangarbeiter zwischen einem kleinen Wald von Holzstäbchen, die zwischen den Saiten stecken und ihnen eine ganz andere Färbung geben, als wenn sie unter den Klavierhämmern frei schwingen würden.

Zwischen mächtigem Donner und fein ziselierten Minimal-Patterns steigen Töne aus dem Korpus, die sich mal anhören wie die Lamellen eines afrikanischen Daumenklaviers, der Mbira oder der Kalimba. Dann wieder meint man ein ungarisches Cimbalom zu vernehmen, ein mit Klöppeln angeschlagenes Hackbrett. Und manchmal scheinen sich die Gongs und Metallofone eines javanesischen Gamelan-Orchesters einzumischen. Von ferne winkt John Cage, der Urvater dieser trotz leichter Verstärkung rein akustischen Manipulationen. Auch in Zeiten des Volkssynthesizers verstrahlen sie einen Zauber, der so keinem elektronischen Instrument gelingt. Davon will ich mehr!

Ja, es ist Jazz vom ganzen Gestus her: dem körperlichen Rhythmusgefühl, dem improvisatorischen Herangehen, der auf persönlichen Ausdruck angelegten Klanggestaltung. Und wenn man nur ein wenig Sinn dafür mitbringt, wie viel hier geschieht, kann auch einem hartgesottenen Klassikhörer oder ermüdeten Popfan der Ausruf entfahren: Davon will ich mehr!“
Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel, 26. Juni 2019

 

Stefan Schultze Solo  „System Tribe“, 2018 (WhyPlayJazz)

„Gleichermaßen kantig und zart führt das Solo-Debüt-Album des deutschen Pianisten und Komponisten Stefan Schultze auf eine futuristische Expedition in den Minimalismus: Ich habe eine Schwäche für präpariertes Klavier und dieses spezielle Album hört sich für mich an, als würde eine Standuhr am offenen Herzen operiert - auf eine gute Art! Kein Novum zwar, aber ernsthafte, wunderschöne Musik von einem der originellsten Jazzmusiker Europas.“
 Chris Elcombe, BBC Late Junction Albums of the Year 2018

„Jedes Stück auf seinem Solo-Debütalbum ist anders, aber alle sind voller überraschender, gewagter und sogar futuristischer Klänge auf dem Klavier, erweitert durch diverse Präparationen, spezielle Mikrofoneinstellungen, ein bisschen Overdubbing und einige brodelnde Sounds seines Fender Rhodes. […] Schultzes Kompositionen sind offensichtlich vom bahnbrechenden Werk eines John Cage beeinflusst . Dabei negieren sie die gewohnten Klänge des Klaviers und enthalten Elemente von abstrakter Klangkunst, Noise, Minimal und sogar Techno. Seine Solostücke suggerieren unabhängige Klangräume mit starken Hörbildern gepaart mit surrealistischen, fremdartigen, verträumten oder einfach betriebsamen und verzerrten Szenerien.“
Eyal Hareuveni, salt peanuts*, 2018

„Der Pianist und Komponist Stefan Schultze ist vor allem für seine Arbeit mit großen Ensembles bekannt, in denen komplexe Arrangements den Klang maßgeblich bestimmen. Wenn er solistisch spielt [...] durchdringen sich Komposition und Improvisation und der Innenraum des präparierten Flügels gleicht einer Spielzeugkiste mit unzähligen Kleinteilen.“
Ulf Drechsel, kulturradio vom rbb, Dezember 2018

„[...] jedoch behandelt Schultze die Minimal-Motive, die die Basis dieser stark dem modularen Denken verpflichteten Musik bilden, freier und radikaler als vergleichbare Pianisten, etwas Nik Bärtsch oder Nils Frahm. [...] Dabei strebt Schultze beim Musizieren einen Zustand an, wie er auch für die Zen-Kunst kennzeichnend ist: die Gleichzeitigkeit von Gelassenheit und Konzentration, von Beiläufigkeit und absoluter Präsenz.“
Tom Fuchs, PIANONews, Januar 2019 (CD des Doppelmonats Jan. - Feb.)

„Ein fabelhaftes Wechselbad sinnlicher Geräuschhaftigkeit („Tong-Gu“) und großer Emotionen, das mit „Fade“ sensationell delikat endet.“
Sven Thielmann, Fono-Forum, 09/2018 (5 von 5 Sterne Musik / 5 von 5 Sterne Klang)

„Schlaues Schichten, zartes Zählen, druckvolle Dichte. Daran sollten sich die SüßTöner der „Neuen Klassik“ mal schulen!“
Karsten Zimalla, Westzeit, September 2018 (5 von 5 Sterne)

„Mit seinem allerersten Album als Solist tritt Stefan Schultze fast schon eine Revolution los.“
Andreas Schiffmann, Musikreviews September 2018

„Ja, das alles kann Klavier, wenn wer den Mut hat, Grenzen zu sprengen.“
Christian Bakonyi, CONCERTO 5/2018 (4 von 4 Sterne)

„Der Terminus „Minimal Music“ wäre zu plump, um Stefan Schultzes einsamen Trip in den unendlichen Kosmos der Töne zu beschreiben. [...] In seinem Kopf flackern wummernde Elektro-Sounds, die er auf erstaunlich leichte Weise in ein akustisches Vokabular überträgt, ohne dabei die bei Projekten dieser Machart leider gängige akademische Sperrigkeit zu erreichen. [...] Der Gegenentwurf zur Techno-Art.“
Reinhard Köchl, Jazz thing September/Oktober 2018

„Mit einem konzisen Formwillen und Sinn für Struktur schlägt seine Komponisten-Persönlichkeit auch im Solo-Programm voll durch. [...] Als ob er sich dem Genius loci des Weimarer Bauhauses beugen wollte, ist Schultze jeder ornamentalen Verspieltheit abhold, ist der musikalische Gedanke bis aufs Äußerste komprimiert.“
Achim Doppler, CONCERTO August/September 2018 (4 von 4 Sterne)

„Schultze gelingt es, durch seine Spielnuancen und breit gefächerten Variationen zu überzeugen, ohne in die Trickkiste der elektronischen Verfremdungen zu greifen.“
Ferdinand Dupuis-Panther, jazzhalo.de, 2018

„Stefan Schultze, seines Zeichens Pianist, Arrangeur und Komponist, setzt auf seinem Solo-Werk sein Können breit gefächert ein. Die gespielten Kompositionen stammen aus seiner Feder, Sämtliche Instrumente spielt Schultze selbst und erzeugt mit Klavier, präpariertem Klavier und zuweilen durch Mehrspuraufnahmen Klangwände, die sich vom üblichen Klavierspiel entfernen, um dann doch wieder zu entsprechenden Klängen zurück zu kehren.“
Michael Brinkschulte, Der Hörspiegel, 2018

„So sind doch Menschen, so ist Kunst, so ist ein starkes Statement! Man spürt, dass die Musik aus dem Genuss am Spielen entstanden ist, sehr ansteckend und unprätentiös! Das schafft Platz und eine große Empathie zum Zuhörer! Elektronik-Sounds im Kopf, akustisch umgesetzt, wunderbar zeitgemäß, und eine bereichernde Abwechslung zur Flut an Techno-Art-Alben.“
Claudio Puntin, 2018

 

CD-Release Stefan Schultze – Large Ensemble „Ted The Bellhop”, 2017 (WhyPlayJazz)

„Im Episodenfilm „Four Rooms“ geschehen unerwartete Dinge hinter den Türen von vier Hotelzimmern. Den Hotelpagen Ted, die verbindende Figur im Film, hat Stefan Schultze nun zum Rollenmodell für sein neues Album gemacht. Denn auch in seiner Musik öffnen sich immer wieder Türen zu neuen Überraschungen zwischen Jazz, Neuer Musik, Blues und Noise. Schultzes klingendes Hotel bietet auch Platz für ein Feature des Sheng-Spielers Wu Wei oder für eine Carla-Bley-Komposition („Fleur Carnivore“). Seit mehr als zehn Jahren kassiert Schultze bedeutende Musikpreise, und dieses Album erklärt, warum. Die enorme Vielschichtigkeit seiner Partituren und die Virtuosität im Umgang mit dem Klangkörper Bigband machen „Ted The Bellhop“ zu einer kleinen Sensation. Mitgeholfen haben einige Cracks der Szene, darunter Schultzes langjährige Mitstreiter Martin Schulte (Gitarre) und Peter Ehwald (Sax) sowie ehemalige Mitglieder der WDR Big Band.“
Hans-Jürgen Schaal, Jazz thing 9-10/2017

„Eine Big Band wie gemacht für eine Bierhalle. Intelligenter treibender Jazz wird hier zu einem feucht-fröhlichen Vergnügen aufbereitet. Stefan Schultzes achtzehnköpfiges Ensemble ist so unkonventionell, wie eine Bigband nur sein kann, und dennoch schaffen die Musiker eine Atmosphäre, in der man von der Musik völlig  umhüllt ist  – durch ihre persönliche Begeisterung, ihren magnetischen Charme und ihre Bereitschaft, in den Blues einzutauchen. Zu den Mitgliedern des Ensembles gehört auch Charlotte Greve, eine Saxophonistin, die hier auf dieser Website und überall dort, wo ich schreibend tätig bin, schon häufig erwähnt wurde.“
www.birdistheworm.com, September 2017  

„Dies ist bereits das zweite Orchester-/Big-Band-Album des deutschen Pianisten und Komponisten Stefan Schultze bei WhyPlayJazz und sein drittes mit dem Large Ensemble. Fünf der sechs langen und von seinem 18köpfigen Orchester präsentierten Stücke auf dem Album stammen aus Schultzes Feder. Ein Stück ist von Carla Bley. Schultze selbst spielt auf diesem Album nicht, bringt jedoch in einem Stück den chinesischen Sheng-Spieler Wu Wei als Gastsolisten zu Gehör.

Die Musik ist eine wunderbare Verschmelzung diverser Untergattungen des Jazz mit dem Sound eines Orchesters und nähert sich der Big-Band-Musik auf typisch europäische Art und Weise an. Sie swingt druckvoll, erweitert das Idiom aber oft gleichzeitig in viele verschiedene Richtungen und bindet dabei jahrzehntelange Big-Band-Tradition und europäische Instrumentalmusik mit ein.

Melodisch und trotzdem sehr modern kommen die Kompositionen daher und immer faszinierend. Schultzes Arrangements sind sehr komplex und meisterlich verwoben und schöpfen die Skala der Möglichkeiten einer Big Band voll aus. Die Balance zwischen den Orchestersektionen, den Solisten und dem Gesamtsound ist dabei immer fein austariert.

Was hier alle am Projekt beteiligten Musiker geleistet haben, ist absolut überwältigend, besonders wenn man bedenkt, wie komplex die Musik ist und wie sehr sie das Ensemble und die Solisten herausfordert.

Fazit: von Anfang bis Ende ein brillantes Album, speziell in Hinblick auf die Tatsache, dass es  in der zeitgenössischen Jazzszene kaum noch Big Bands gibt – traurig genug für unser kulturelles Klima. Sowohl Musik als auch die Performance inspirieren und sind höchst ästhetisch, was dieses Album zu einer absoluten Freude für alle Bigband-Enthusiasten und auch für alle Jazzkenner macht. Ein Muss!“
Adam Baruch, adambaruch.com, Juni 2017

 

CD-Release Schultze Ehwald Rainey „Behind Her Eyes”, 2017 (Jazzwerkstatt)

„[…] ein ausgesprochen feinfühliges und gleichzeitig ausdrucksvolles Album, ein gelungenes Beispiel von intimem Kammerjazz mit asketisch-konzentrierter Power.“
Heinrich Brinkmöller-Becker, nrwjazz.net, 11. Dezember 2017

„Ein Atem, der zum Ton, zum melodischen Motiv wird. Ein Klaviermotiv wie ein Echo. Eine Zäsur, die mindestens genauso viel zu sagen hat, wie der betont offene Dialog, den sich der Saxofonist Peter Ehwald und sein pianistischer Partner Stefan Schultze leisten, zeigt sich gerade zu Beginn des neuen Albums als Prozess des Suchens. Lieber eine Frage zu viel aufwerfen, als irgendwann der Versuchung einer vorschnellen Antwort erlegen sein. Was die beiden seit nunmehr Jahren anpacken, zeugt von tiefem Einklang, der nur so bestehen kann, wenn man die Verschiedenheit zwischen den beiden Charakteren bejaht. Aus dieser Haltung heraus nahmen die beiden den New Yorker Schlagzeuger Tom Rainey in die Mitte. Und der erweist sich in dieser Konstellation als offensiv mitgestaltend, als mächtige Inspirationsquelle. Denn gerade die verschlungenen, asymmetrischen rhythmischen Muster bereichern die intuitive Zweisamkeit von Ehwald/Schultze immens.

Die Stücke, die daraus entspringen, gehen in unterschiedliche, selten vorhersehbare, oft auch etwas labyrinthische Richtungen. Aber nie ohne einen dezidierten Ansatz in Gestalt einer kompositorischen Idee. Nichts ist oberflächlich in diesem gemeinsamen Kaleidoskop aus musikalischer Fantasie. Es laufen lassen, wenn etwas gut ist, und manchmal auch kühn auf die Spitze treiben. Sich dabei nichts vormachen, denn jeder bleibt selbstbewusst er selbst, wenn er mit den Ideen des anderen auf Tuchfühlung geht. Etwa wenn Stefan Schultze hochemotional auf dem Piano soliert und Peter Ehwald sphärische, manchmal gar hymnische Antworten auf dem Saxofon liefert. Dies und noch viel mehr setzt auf diesem neuen Tonträger schroffe Eruptionen frei, entführt aber auch in entrückend atmosphärische Traumsequenzen, die zum Teil als Hommage an Morton Feldman gedacht sind.

„Dieses Hörvergnügen ist komplex, unberechenbar, gerne auch tiefschürfend. Aber die Erfahrung, die dahinter steht, hat Vorbildcharakter!“
Stefan Pieper, Jazzzeitung, Juli 2017

„Lustvoll erforschen Schultze und Ehwald die melodischen Konturen ihrer oft nachdenklichen und sogar verträumten Stücke, überaus sensibel begleitet von Rainey mit seinem nuancierten Beckenspiel.“
John Sharpe, The New York City Jazz Record, 2017

 „Für mich mit die spannendste Jazz-CD des Jahres!“
HIFI Stars, 2017

„Aus der Spannung zwischen den drei Individuen, aus der Verschiedenartigkeit der musikalischen Wege, die zum gemeinsamen Ziel führen, resultiert der Reiz dieser äußerst emotionalen Musik.“
Rainer Bratfisch, Jazzpodium, 09/2017

Aufregend, unter die Haut gehend und auf der Haut kribbelnd, spannend und meditativ präsentieren sich die elf Titel dieses unerhört raffinierten, mitreißenden Konzept-Albums.“
Sabine Kaufmann, musenblaetter.de, 2017

„Stets geschieht etwas, ständige Bewegung fordert Aufmerksamkeit, eine solche, die sehr erfüllend wirkt, denn man kann sich inmitten dieser Gespräche wähnen, sei es verträumt lauschend oder mit dem ganzen Körper mitwippend.“
Wolfgang Giese, musikansich.de, 2017

„Ein starkes Album, auf dem die drei Protagonisten nicht nur virtuos miteinander, sondern mindestens genauso hingebungsvoll füreinander spielen.“
Daniel Kluger, musikreviews.de, 2017

 „Freier Jazz ohne Lärm, denn hier regiert auch in den spontansten Momenten jene ruhige Zurückhaltung, aus der schon Morty Feldman (vor dem sich das Trio mit dem opener "Edgewise" verneigt) reine Schönheit schuf.“
Karsten Zimalla westzeit.de, 2017

„Große Kompetenz in der Verschränkung von Zielführendem mit Flexibilität, Behutsamkeit mit Konsequenz und Ausformuliertem mit ad hoc - Situationen wird freigiebig an den Tag gelegt. For the ears.”
Concerto, 2017

 

Simon Rose Stefan Schultze Duo „The Ten Thousand Things”, 2015 (Red Toucan)

„Angetreten, um mit vereinter Kraft so viele unentdeckte Texturen ihrer Instrumente zu extrahieren wie menschlich möglich, kommen der britische Alt- und Baritonsaxofonist Simon Rose und der deutsche Spezialist für präpariertes Klavier Stefan Schultze weniger daher wie verrückte Wissenschaftler, sondern mehr wie engagierte Erkenntnistheoretiker. Wie Forscher, die mit unerwarteten Nebenprodukten ihrer Experimente konfrontiert sind, zerlegen sie die Ergebnisse für weitere Versuche.“
Ken Waxman, The Whole Note, Toronto, Vol 21 No 5, Jan. 2016

“Bariton- und Alt-Saxofonist Simon Rose und Pianist Stefan Schultze trafen sich 2013 in Berlin – Rose kam mehr aus der freien Impro-Ecke, während Schultze damals eher in der Standard-Jazzszene unterwegs war. Gerade wegen dieser verschiedenen Backgrounds und ihrem unterschiedlichen Blickwinkel  ist es umso erstaunlicher, dass ihre Kooperation auf diesem Album einen so nahtlosen und ganzheitlichen Sound hervorgebracht hat.

In elf Improvisationen finden diese beiden Musiker eine wunderbare Balance zwischen wilder Destruktion und zarter Konstruktion. Das fängt schon bei ihren Instrumenten an. Das Piano ist mit allerlei Plastikstäbchen und Tütchen präpariert. Rose ist ein echter Fan der Zirkularatmung, rhythmischem Zungenschlag und anderen schwer zu definierenden Techniken. Das bringt harte Klänge hervor. Gleichzeitig berührt diese Musik emotional sehr tief, wie ein Schrei voller Qual und Schmerz, der nicht nur Verletzlichkeit, sondern auch Zärtlichkeit und Intimität offenlegt. Und das könnte den Albumtitel erklären: „The Ten Thousand Things“ nennen Buddhisten alle Dinge, die die Welt ausmachen. Musikalisch reflektiert sind dies eine Vielzahl von Klängen und Interaktionen, die uns diese „Ten Thousand Things“ in all ihrer Qualität, Komplexität, Einfachheit und Sanftheit und noch vieles mehr fühlen lassen.

Was ich an diesem Album liebe, ist die starke gemeinsame Vision, die beide Künstler haben. Man spürt ihre Lust, den ganzen Weg zu gehen. Nichts ist hier halbherzig, es gibt keine Kompromisse, keine massentauglichen Schmankerl, nur authentische und kreative Expressivität, die so hart und real ist wie das Leben selbst.

Es ist eines dieser Alben, die einen komplett in Beschlag nehmen. Seine emotionale Kraft wirkte beruhigend auf mich, selbst nachdem ich es zigmal gehört hatte. Die rohe Zärtlichkeit des Baritons, die glockengleiche Klänge des Pianos, die physische Intimität, die manchmal starke Perkussivität, entsprechen den emotionalen Bedürfnis eines bescheidenen Jazzschreibers in Momenten, in denen er am liebsten alles um sich herum zerschlagen würde, während er auf der anderen Seite Trost und Mitgefühl empfindet. Bitte entschuldigt meine Subjektivität, aber man kann sich gar nicht anders dieser Musik nähern. Man liebt sie oder man hasst sie. Und dieser Typ hier liebt sie!“
Stef Gijssels, Free Jazz Collective, 01/2016

 

Stefan Schultze – Large Ensemble feat. Wu Wei „Erratic Wish Machine“, 2015 (WhyPlayJazz)

„Mit Stefan Schultzes Large Ensemble wirft er [Wu Wei] die „Erratic Wish Machine“ an, ein Bravourstück des zeitgenössischen Bigband-Jazz.“
Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel, 9. August 2017

„Das Label WhyPlayJazz, sonst bekannt für experimentierfreudige Combo-Einspielungen, hat mit seiner ersten Jazzorchester-CD einen großen Wurf gelandet. Und mit ihm auch der Komponist und WDR-Jazzpreisträger 2010, Stefan Schultze. Das mit dem Deutschlandfunk produzierte Album bringt kein Thema-Solo-Thema-Big-Band-Programm, sondern setzt sich aus stark auskomponierten Mood-Stücken zusammen, deren nicht-strophische, bisweilen minimalmusic-hafte Motivkern- und Riff-Entwicklungen vor den Solisten ausgedehnte Klanglandschaften zum Durchmessen aufbauen.“
Frithjof Strauß, Jazz Podium, 07/08 2015

„Erratic Wish Machine ist ein Album voller nicht-trivial musikalischer Erkundungen. Schultze verdient Lob für die Verfolgung seiner Träume, die zu so grandiosen Aufnahmen führen.“
Adam Baruch, adambaruch.com, 06/2015

„Stefan Schultze lud für seine Produktion Erratic Wish Machine den Virtuosen für chinesische Mundorgel Wu Wei (u.a. zu hören mit Pascal Contet und dem Ensemble Intercontemporain) ein: sehr ungewöhnlich und erfolgreich. Unvorhersehbare Maschinen-Wünsche, die viele Überraschungen bereithalten. Sehr hörenswert, das ist sicher!“
Thierry Giard, Culturejazz.fr, 06/2015

„Die Sheng ist eine Art chinesische Mundorgel, und der Pianist und Komponist Stefan Schultze war von ihr und ihrem Virtuosen Wu Wei so fasziniert, dass er ein ganzes Bigband-Album um sie herum komponiert hat. „Es ist kein besonders lautes Instrument, aber sehr kontrastreich, und ich wollte Wege finden, es mit der Bigband-Musik, wie ich sie schreibe, zu verbinden“, sagt Schultze. „Man muss leise Momente schaffen, in denen Platz für das Instrument ist. Die Sheng soll nicht nur als minimal andere Klangfarbe durchschimmern.“ Das gelingt auf „Erratic Wish Machine“ (WhyPlayJazz) von Stefan Schultzes Large Ensemble ganz vorzüglich.“
Rolf Thomas, Jazz thing #109, 05/2015

„Schultze beeindruckt als Komponist und durchbricht alle Konventionen der Bigband-Tradition. Seine Musik durchläuft Phasen von introvertiert melodiös bis zum extremen heavy Rock. [...] Eine CD mit sehr abwechslungsreicher Musik, die stets fasziniert und vor allem schön ist, und die Wu Wei die Gelegenheit bringt, die unbegrenzten Möglichkeiten der Sheng völlig auszunutzen.“
Tom Beetz, JazzFlits #239, 05/2015

„Seine Musik gehört zum Originellsten, was die internationale Big-Band-Szene zu bieten hat. Seine Kompositionen stecken voller überraschender Entwicklungen, voller origineller Ideen, voller Stilbrüche und nicht zuletzt voller ungewöhnlicher Klangfarben. Was Kontraste und Abwechslung angeht, ist Stefan Schultze (ohnehin) ein Meister.“
Odilo Clausnitzer, Deutschlandfunk JazzFacts, 05/2015

 

Stefan Schultze – Large Ensemble (Bonner Jazzfestival 2015)

„Das Large Ensemble, eine 17-köpfige, hochkarätig besetzte Big-Band-Formation, beeindruckte mit rhythmischen Finessen, melodischer Farbigkeit und Witz.“
Claudia Wallendorf, General-Anzeiger Bonn,  05/2015

„Musik, die in keine Schublade passt, aufwendig instrumentiert, mit komplexen Arrangements bedacht und mit vollem Bigband-Sound dem Zuhörer entgegentritt. [...] kolossal interessant für neugierige Musikfreunde, die etwas vertragen können und die immensen Spannungsbögen zwischen scheinbar ziellos umherirrenden Pianissimi und massiven Eruptionen des gesamten Ensembles standhalten können.“
Bonner Rundschau, 05/2015 

„Ganz, ganz großes Kino. Christoph Schlingensief und Franz Zappa hätten ihre wahre Freude daran gehabt. Stefan Schultze ist jedenfalls einer, dem der Schalk gehörig im Nacken sitzt, der Verwirrung, überraschende Wendungen, Gegensätze und raue Kanten liebt.“
Cem Akalin, jazzandrock.com, 05/2015

 

Schultze Ehwald Duo „Grasp“, 2014 (WhyPlayJazz)

„Unverbraucht, ohne Tabus, ohne Grenzen und ohne Berührungsängste nähern sie sich instrumental der Schnittstelle Jazz/Moderne. Das ist bei jedem der sechs Albumsongs keine Leichtigkeit. Es erfordert Geduld, auch Vertrauen ihnen zu folgen. Aber wie schön ist das bitte, mal keine Gitarrenriffs zu hören, keine PC-generierten Beats, keine bearbeiteten Gesänge, keine Klangverfettungen. Hier gilt es aufmerksam zu lauschen, nicht den Höhepunkt abzuwarten, sondern zu akzeptieren, dass Musik auch Fluss bedeutend. Kein Hinsteuern auf einen Höhepunkt. Wer sich fordern möchte, bitte zugreifen.“
Sven Ferchow, Neue Musikzeitung, 05/2014

„Die Musik ist wunderbar romantischer/lyrischer zeitgenössischer Jazz, sehr melodisch und alles andere als belanglos. Die Melodien sind meisterlich verwoben von beiden Komponisten, die europäischen klassischen Neoromantizismus in das Jazz-Idiom übersetzt haben. Elegant minimalistisch kommen manche Passagen daher, die wesentlichen Noten und Akkorde werden ohne großen Schnickschnack präsentiert, ganz nach dem Prinzip „weniger  ist mehr“.

Ähnlich bescheiden, kristallklar und stillvoll schön ist die Darbietung, ohne auch nur einen Hauch unnötiger Süße oder Kitsch, wie man sie oft bei anderen Künstlern findet. Der Ton von Ehwalds Tenorsaxophon ist wunderschön und unverkennbar erstklassig. Schultze zeigt eine wunderbare Dynamik im Umgang mit dem Klavier und bewegt sich geschickt - sei es als Solist oder als Begleiter - zwischen dem Vor- und dem Hintergrund. Doch es ist die Teamleistung, die am meisten beeindruckt. Sie macht das Wesen dieses Albums aus und ist wirklich vorbildlich, ohne Dominanzversuche von irgendeiner Seite. Infolgedessen wird dem Hörer Musik präsentiert, die sowohl emotional bewegt als auch intellektuell fasziniert.

Im Gegensatz zur gefürchteten Muzak des Smooth Jazz ist dieses Album ein klassisches Beispiel dafür, dass anspruchsvolle melodisch-romantische Musik auch Kunst sein kann und es verdient, Teil der Hochschulausbildung zu werden. Sanfte Seelen und eingefleischte Romantiker wie ich werden mit dieser Musik auf jeden Fall einen Heidenspaß haben, so wie ihn die meisten Jazzliebhaber haben sollten. Von ganzem Herzen zu empfehlen!“
Adam Baruch, adambaruch.com, Februar 2015

„[…] Beim neuerdings enorm präsenten Ehwald geht es um nuancenreich und ungeschwätzig Schlüssiges, um durchdachte Kontrolliertheit, die in erdigem Ton, vitaler Dringlichkeit jenseits des Auftrumpfens und kompositorischer Ausgewogenheit wurzelt. Schultze ist genau der Richtige für spannende Dialoge mit ihm. In mehreren gemeinsamen Bands haben sie Beachtliches vorgelegt, sodass ihre Zweisamkeit auf innerer Logik ohne Kraftmeierei beruhen kann.“
Dr. Ulrich Steinmetzger, Leipziger Volkszeitung, 2014

„In einem Jahr, das bereits von Duo-Veröffentlichungen geprägt ist, ist hier eine, die Sie nicht verpassen sollten. [...] Sechs  Stücke, die unter die Haut gehen, komponiert von den beiden Musikern ... vier von Peter, zwei von Stefan. [...] Das Album trägt den Titel „Grasp“, erschienen auf dem Plattenlabel WhyPlayJazz. Mein Vorschlag: Holen Sie sich ein Exemplar, wenn Sie können.“
Pete Butchers, Jazz Today, Mai 2014

„[…] die hohe Kunst des musikalischen Miteinanders […]. Ihre virtuose Instrumentaltechnik wirkt eher im Untergrund. Den zwei Musikern geht es vielmehr um die Suche nach ungewöhnlichen, nicht alltäglichen Ausdrucksmitteln, die sie ad hoc im Zusammenspiel entwerfen, um improvisatorische Prozesse, in denen sich Harmonik und Melodik bedingen und ergänzen.“
Martin Laurentius, Jazz thing #103, 2014

„[…] „Grasp“ (WhyPlayJazz RS013) ist die übersetzte Beherrschung und Fassungskraft, wenn beide Musiker bei einem halben Dutzend Eigenkompositionen unmittelbar aufeinander eingehen und reagieren. Dem strengen Spiel Schultzes setzte Ehwald gelegentlich Expressives entgegen, was der stimmungsvollen Atmosphäre keinesfalls abträglich ist, im Gegenteil.“
Reiner Kobe, Jazz Podium 4/2013

„Ehwald und Schultze haben alles im Griff. Mit exzellentem Timing und Sinn für überraschende harmonische Wendungen improvisieren die beiden über sechs eigene Stücke.“
Hans Hielscher, spiegel.de, 02.03.2014

 

Backyard Jazz Orchestra (Tour 2012)

„[…] fulminantes Konzert. […] umwerfend druckvoller, vom Balkan inspirierter Jazz.“
Osnabrücker Zeitung, 4. November 2012

„Es ist deutlich geworden, wie versiert Ehwald und Schultze im Umgang mit großen Bands sind. […] Die oft suitenartig angelegten Kompositionen von Schultze, Ehwald sowie dem mazedonischen Arrangeur Vladimir Nikolov glänzten mit Facetten und Kontrasten, die zwischen feiner Jazzharmonik, impressionistischen Orchesterpassagen, rockigen Elementen und der einen oder anderen Balkanentlehnung eine elegante Balance herstellten.“
Jazzpodium, 2012

„Ein Orchester als Kreuzungspunkt zwischen Balkan und Jazz sowie zwischen etablierten und jungen Nachwuchsmusikern. Unter der Führung von Saxofonist Peter Ehwald und Pianist Stefan Schultze haben sich 17 Künstler zwischen Berlin und Bukarest zusammengetan, um mit improvisierter Musik Brücken zu schlagen.“
Jazz thing, 2012

 

Stefan Schultze - Large Ensemble feat. Wu Wei

„Schultzes Kompositionen stoßen Entwicklungen an, schaffen kribbelnde Zustände, elektrisieren mit Freiheiten für die kreativen Jazzmusiker, deren improvisatorische Mitgestaltung elementar ist. […] Schultze liegen atmosphärische Klangbilder; sie erinnern in manchem Holzsatzgeflecht an die kammermusikalischen Ausflüge eines Charles Mingus: düster, basslastig, behäbig.[…]“
Olaf Weiden, Kölnische Rundschau, 10/2011

 

Stefan Schultze - Large Ensemble „Run”, 2011 (Double Moon Records)

„Hier ist ein Big-Band-Debüt, wie es sorgfältiger ausbalanciert nicht hätte sein können.“
Jazz’n’More, 08/2011

„Geleitet wird dieses 17köpfige deutsche Orchester von einem neuen jungen Kompositionstalent.  Stefan Schultze ist ein preisgekrönter deutscher Pianist, Komponist und Orchestrator sowie Alumnus der Kölner Hochschule für Musik und der Manhattan School of Music, wo er Schüler von Jim McNeely war. Sein Einfluss auf die damals schon vielversprechende Stimme ist deutlich spürbar (sowie ein Hauch Gil Evans), besonders im fein ausdifferenzierten Beginn und Ende seines langen swingenden „Wonderland“ und in der kontrollierten orchestralen Textur und Dramaturgie der preisgekrönten Kompositionen „Green Falling“ und „Reminiscence“. Am persönlichsten und abenteuerlichsten wird Schultze jedoch in seinem komplexen wie luziden Slow-Medium-Swinger „Karawahn“ und im durchkomponierten „Monsterkind“. Von der tadellosen Darbietung bis hin zur Aufnahme  – ein handwerklich gut gemachtes und durchdachtes Album eines überaus phantasievollen Komponisten. Weitere Infos auf doublemoon.de“
Ray Comiskey, The Irish Times, 29.  
Juli  2011

„Die Stärke dieses wunderschön komponierten Bigband-Albums unter der Leitung des deutschen Pianisten und Komponisten Stefan Schultze, der das Album auch produziert hat, liegt auf seinen Soloparts. […] Schultzes Stil und das 17-köpfige Ensemble sind wirklich herausragend. Gedämpfte Fanfaren malen impressionistische Klangbilder und facettenreiche Harmonien kulmulieren gelegentlich zu bombastischen Höhepunkten. […]“
Mike Hobart, Financial Times, 4. Mai 2011

„Schultze schafft schillernde Räume, die sich voluminös ausfüllen lassen, zuweilen Irrlichterndes, ohne sich aber von den Grundlagen des Beats und der Songform zu verabschieden. So ist Run ein selbstbewusstes, genießerisches, sorgfältig klangbalanciertes Big-Band-Debüt.“
Ralf Dombrowski, Stereoplay (Klangtipp!), 03/2011

„Run – Karawahn, das Schultze schon in der Carnegie Hall aufgeführt hat, und Green Falling, für das er den ArtEZ Preis im niederländischen Enschede kassiert hat, gehören nicht einmal zu den Höhepunkten auf einem Album, das ganz nebenbei beweist, dass deutscher Jazz längst international konkurrenzfähig geworden ist.“
Rolf Thomas, Jazzthetik, 03/2011

„Diese Musik atmet, pulsiert und weiß in jedem Moment um ihre Verantwortung für das kollektive Klangbild. Lässt sich Musik demokratischer darstellen?“
Tom Fuchs für Stereo, 03/2011

„Gegensätze, die sich polarisieren und ins Schlepptau nehmen, Stilrichtungen, die sich anpassen, aber doch verschieden sind. Klänge, die manchmal überfordern, aber nie abstrus werden. […] So, bitteschön, macht Bigband-Sound Spaß.“
Sven Ferchow, Neue Musikzeitung, 02/2011

„Schultzes Einflüsse stammen aus dem Prog-Rock eines Frank Zappa genauso wie aus dem klassischen Jazz eines Bill Evans, aber auch aus der Moderne von Toru Takemitsu, Béla Bartók, Anton Webern, Arvo Pärt, Steve Reich und György Kurtág. [...] Man merkt, der Mann setzt auf Qualität und energisches Spiel.“
Ludwig Jurgeit, Jazz Podium, 02/2011

„Auch wenn ihn die Größe und die Kraft der Big Band beeindruckt, Stefan Schultze gibt sich beileibe nicht nur dem Rausch des mächtigen Sounderlebnisses hin. Auf der gerade erschienenen CD seines Large Ensemble changiert er zwischen zarten holzbläsergetränkten Passagen, neue Musik-artigen Klangexperimenten, Rock-Grooves und Erinnerungen an die Jazz Tradition.“
Anja Buchmann, JazzFacts, Deutschlandfunk, 11. Februar 2011

„Innovative Musiker lieben es, für große Besetzungen zu komponieren und auch mal eine Bigband zu leiten - schließlich lassen sich so ungewöhnliche Sounds erfinden. Deshalb entstehen Jazz-Gruppen wie das preisgekrönte Large Ensemble aus Köln.“
Hans Hielscher, KulturSPIEGEL, spiegel.de, 19. Januar 2011

 

schultzing „federleicht“, 2011 (JazzHausMusik)

„ […] im Zentrum stehen der Pianist Stefan Schultze und der Saxophonist und Klarinettist Peter Ehwald; aus der Gegensätzlichkeit dieser beiden Musiker beziehen die Songs des Quartetts ihre Spannung. Gegenüber der manchmal strengen Ökonomie von Schultze steht die spielerische Unverfrorenheit des Saxophonisten, dem vom schrillen Schrei bis zum Klimpern auf Spielzeuginstrumenten jedes Mittel recht ist.“
Stefan Hentz, Die Zeit, 1. Juni 2011

„Das ist ja mal ein echtes Wagnis, denkt man beim ersten Titel: Jazz mit deutschen Texten! Was Hanna Jursch von der erfrischend anderen Formation schultzing da anfangs über Aufräumen und Architektur singt (“Eigenheim”), hat leicht dadaistische Züge, auf jeden Fall eine kräftige Prise Humor, auch das will ja nicht immer so recht mit Jazz zusammengehen. Hier geht es aber doch.”
WAZ, Juni 2011

„Federleicht. Nur ein musikalisches Schwergewicht kann so klingen.“
JazzHausMusik, April 2011

„schultzing erweisen sich als eine der erstaunlichsten Bands der deutschen Jazzszene. […] satte Klänge, schnörkellose Ansprache, grenzenlose Freude.“
cd aktuell, April 2011

„Die Improvisationsmusik von schultzing gibt sich stilistisch vielgestaltig und spannt einen Bogen von schwülem Latin-Jazz („Regenzeit“) über krachigen Jazz-Rock („In Gent“) und großstädtisch- expressiven Modern Jazz („federleicht“) bis hin zu einer zeitgenössischen Lesart des Duke- Ellington-Klassikers „Caravan“ (bei schultzing: „Karawahn“), rekomponiert vom WDR Jazz-Preisträger 2010 in der Rubrik „Jazz Komposition“, Schultze.“
Jazz thing, April 2011

 

Stefan Schultze - Large Ensemble (Days of Macedonian Music, Macedonia, 2010)

 „[…] meilenweit entfernt vom wohlbekannten Mainstream, den man gemeinhin erwarten würde.“
Dragan Stojkovski, Radio Macedonia, Skopje, April, 2010

 

Stefan Schultze – Large Ensemble (WDR Jazz Preis 2010)

„Man mag es großzügig nennen oder nobel: Der WDR verlieh seinen Jazzpreis 2010 einer Bigband, obwohl er selbst über eine verfügt, die schon mit Grammys ausgezeichnet wurde. Aber das Large Ensemble von Stefan Schultze hat die Auszeichnung verdient.“
Hans Hielscher, Spiegel Online Kultur, 19. Januar 2011

„Stefan Schultze gelingt es immer wieder, die Grenzen zwischen der swingenden Musik aus den USA und der Avantgarde aus Europa zu verwischen. Wie selbstverständlich verschränkt er melodische Einfachheit und harmonische Komplexität.“
Bernd Hoffmann, Leiter der WDR-Jazzredaktion, 2010

„Die WDR Big Band präsentierte Werke des Preisträgers für Komposition, Stefan Schultze, dessen Stücke wohltuend den Blick über den eh schon weiten Rahmen des Big-Band-Schreibens erheben und dem Solisten ganz unvertraute Improvisationsflächen bieten – mit Akkorden, fett wie Cluster.”
Olaf Weiden, Kölnische Rundschau, 2010

„Die WDR Bigband legte eindrucksvoll dar, dass die Kunst des 31-jährigen Komponisten Schultze in der Balance zwischen orchestraler Ausgewogenheit und harmonischer Komplexität liegt.“
Martin Woltersdorf, Kölner Stadt-Anzeiger, 2010

 

schultzing „War das schon immer so?“, 2009 (Granada Jazz)

„[…] schultzing ignorieren die Jazz-Gesetze. [...] Der Zuhörer spürt den Atem geradezu physisch im Nacken. [...] schultzing haben Position bezogen. Klar und deutlich. Dazu wird sich die deutsche Musiklandschaft verhalten müssen.“
Frank X.A. Zipperer, Jazzthetik, 06/2009

„Jazz voller Ideenkraft – Es gibt ihn noch: den Jazz, bei dem die Überraschung in jeder Sekunde möglich ist.“
Mannheimer Morgen, 15. Juni 2009

„ [...] schultzing schafft Neues, Eigenständiges. Die neun Stücke mit raffiniert auskomponierten Linien, cleveren Arrangements und frischen Improvisationen lassen etwas erkennen, was ich sonst bei Neuveröffentlichungen oft vermisse: Mut zum Risiko.“
Jürgen Overkott, www.derwesten.de, 6. Juni 2009

„Schultzing sind eins der erfrischendsten Jazzquintette, die derzeit zu hören sind – mit überraschenden Kompositionen jenseits billiger Klischees …“
Tobias Richtsteig, Jazz Podium, 05/2009

„[...] Schultzing experimentiert [...] ohne Scheu und Angst und ohne Herangeschleime an das Publikum – sie fordern es vielmehr heraus. Ihre Lieder sind chaotisch und abstrakt, dann wieder eingängig und federleicht. Dem Hörer wird zwar nichts geschenkt, aber wenn er sich einen Moment mehr Zeit nimmt, wird er belohnt. [...]“
melodie & rhythmus, 05/2009

„Viel Lob, viel Ehr für eine Band, die es sich redlich verdient hat, die Mut beweist und neue Wege geht. Die Jazz spielt, auch wenn dieser Begriff der Musik von schultzing nicht mehr gerecht wird.“
Bernd Schwope, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 13. Januar 2009

 

Stefan Schultze & Oktoposse

„[…] Stefan Schultze ist ein Multitalent. […]“
Kölnische Rundschau, 16. März 2007

„[…] eine Performance von großer klangsinnlicher Neugier […]“
Kölnische Rundschau, Juni 2006 über Stefan Schultze /Diplomkonzert

„[…] Oktoposse zeigen, dass Oktette im Jazz bislang aufs Sträflichste unterschätzt wurden. […] Eine zielgerichtete, kompakte Arbeitsweise kann entgegen aller Vorurteile auch in Achter-Besetzung funktionieren. Das stellt zumindest die junge Formation Oktoposse unter Beweis. […]“
Kölner Stadt-Anzeiger, 6. Oktober 2005

 

Oktoposse/Gewinner des „New Generation“-Wettbewerbs, Jazz an der Donau-Festival, 2005)

„[…] Mit „Oktoposse“, den Siegern des „New Generation“-Wettbewerbs, präsentierte sich eine junge deutsche Formation, die frisch, frech und intelligent musizierte. Kurzum: Kopfmusik, die schlichtweg Spaß macht. […]“
Mittelbayerische Zeitung, 18. Juli 2005


 

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